Einkommensrunde 2015

Länderbeschäftigte untermauern Forderungen

(dbb) Mit Warnstreiks und Demonstrationen haben Beschäftigte der Bundesländer am 19. Februar 2015 ihre Forderungen für die Einkommensrunde 2015 untermauert. In Berlin und Nürnberg fanden zentrale Kundgebungen mit weit über 1.000 Teilnehmern statt.

Die Einkommen sollen um 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro steigen. Auszubildende sollen eine Entgelterhöhung von 100 Euro erhalten und dauerhaft übernommen werden.
„Der öffentliche Dienst ist jeden Cent wert, nicht nur einen Inflationsausgleich“, sagte der Zweite Vorsitzende und Verhandlungsführer des dbb Willi Russ in Berlin. „Die Landesbeschäftigten verdienen inzwischen fast vier Prozent weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen bei Bund und Kommunen. Dass darf nicht sein. Wie immer die Tarifverhandlungen ausgehen, die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf den Beamtenbereich ist zwingend notwendig.“
Wenn nach der dritten Verhandlungsrunde Mitte März kein diskutables Angebot auf den Tisch kommt, drohten aber Urabstimmung und ein Arbeitskampf vor Ostern. „Es existiert ja leider kein Schlichtungsabkommen mehr. Das haben die Arbeitgeber gekündigt“, so der dbb-Vorsitzende Dauderstädt.
(03/06/15)
Zu den Forderungen des dbb in der aktuellen Tarifrunde siehe hier