Sorge um Bremerhavener Berufsschulen

Auch die Berufsschulen sind im erheblichen Maße von den Einsparungen betroffen. So sollen die durch die Pensionierung freiwerdenden Stellen nicht wieder besetzt werden.

An den KLA (Kaufmännische Lehranstalten) sind dies 7 Lehrkräfte, deren Stellen nicht wieder besetzt werden sollen. Referendare, die an dieser Schule ausgebildet wurden, können trotz
des Bedarfes nicht mit einer Einstellung an dieser Schule rechnen.
„Die Auswirkungen könnten für die Ausbildungsgänge erheblich sein", befürchtet der Vorsitzende des Ortverbandes Bremerhaven Bernd Lachmuth. So könnten nicht verpflichtende Bildungsgänge abgeschafft werden, bestimmte Fächer nicht mehr erteilt oder die Stundentafeln reduziert werden. All dies kann zu einer Verschlechterung des Ausbildungsstandortes Bremerhaven führen. Die viel gepriesene und auch von senatorischer Behörde gewünschte Qualitätsentwicklung an den Berufsschulen findet dann nicht mehr statt.
Der Berufsschullehrerverband VLB unterstützt deshalb die Bemühungen des Dezernenten, in Bremen für die zusätzlich geforderten Lehrerstellen einzutreten. Allerdings darf dieser zusätzliche Bedarf nicht an den Berufsschulen vorbeigehen und nur der Oberschule zu Gute kommen.
Weiterhin bemängelt der Berufsschullehrerverband die mangelnde Sensibilisierung des Schulamtes bzw. des Magistrats bei der Besetzung von Positionen in der Schulleitung. Wer in eine Schulleitung Personen beruft, die keine Kenntnisse des Schultyps (z. B. kaufmännischer Bereich) vorweisen bzw. die dort auch noch nicht tätig waren, muss sich nicht wundern,
wenn dieses zu Unmut im Kollegium führt und auch nicht gerade zu einer Qualitätssteigerung der Schulen beiträgt.